Supercharger Prinzip: Plug & Charge im Alltag | Unter Strom – Einfach Elektromobilität | 118 | ADAC

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Supercharger Prinzip: Plug & Charge im Alltag | Unter Strom – Einfach Elektromobilität | 118 | ADAC

In dieser Folge von „Unter Strom“ geht es um Plug and Charge. Das ist eine Ladefunktion, bei der der Ladevorgang nach dem Einstecken des Ladekabels automatisch startet. Marie bespricht mit Experte Matthias, wie diese Technik funktioniert, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Unterschiede es zwischen den verfügbaren Lösungen gibt. Viele Elektroautofahrer kennen das klassische Freischalten per App, Ladekarte oder Kreditkarte. Plug and Charge verfolgt einen anderen Ansatz: Fahrzeug, Ladesäule und Ladevertrag erkennen sich automatisch. Grundlage dafür ist die internationale Norm ISO 15118, die den sicheren Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Ladepunkt regelt. Nach der Einrichtung startet der Ladevorgang automatisch, sobald das Ladekabel eingesteckt wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei digitale Zertifikate. Sie sorgen dafür, dass Fahrzeug, Ladeanbieter und Ladesäule eindeutig miteinander kommunizieren können. Die Identifikation erfolgt verschlüsselt, wodurch Plug and Charge als besonders sichere Lösung gilt. Bisher kommt die Technik vor allem an Schnellladesäulen zum Einsatz. Seit 2026 müssen neue öffentliche AC-Ladesäulen jedoch über die notwendige Kommunikationstechnik verfügen. Dadurch dürfte Plug and Charge künftig auch dort häufiger verfügbar werden. Neben Plug and Charge gibt es mit Autocharge noch einen zweiten Ansatz für das automatische Starten eines Ladevorgangs. Dabei identifiziert die Ladesäule das Fahrzeug über dessen Hardwarekennung. Nicht jedes Fahrzeug eignet sich dafür, da manche Hersteller die dafür benötigte MAC-Adresse nicht bereitstellen oder regelmäßig ändern. Das Risiko eines Missbrauchs gilt zwar als gering, der Sicherheitsstandard von Plug and Charge ist jedoch höher. Da Autocharge eine eigene Lösung von EnBW und Fastned ist, funktioniert sie nur an den Ladesäulen dieser beiden Anbieter. Trotz der komfortablen Nutzung von Plug and Charge gibt es noch einige Punkte, die verbessert werden könnten. Dazu gehört die fehlende Preistransparenz ebenso wie die eingeschränkte Auswahl bei den hinterlegten Ladeverträgen. So kann bei vielen Fahrzeugen derzeit nur ein Ladevertrag hinterlegt werden. Oft handelt es sich dabei um den Ladeanbieter des Fahrzeugherstellers. Wer stattdessen einen anderen Tarif nutzen möchte, muss Plug and Charge deaktivieren oder die Ladesäule vor dem Einstecken des Ladekabels per App oder Ladekarte freischalten. Mehr Flexibilität würde entstehen, wenn mehrere Ladeverträge unterschiedlicher Anbieter im Fahrzeug hinterlegt werden könnten. Teilweise ist das bereits möglich. Denkbar wäre sogar, dass das Fahrzeug automatisch den günstigsten verfügbaren Tarif auswählt. Ein weiterer Schwachpunkt: Plug and Charge ist immer an einen Ladevertrag gebunden. Das Laden zu Ad-hoc-Preisen über eine im Fahrzeug hinterlegte Kreditkarte ist derzeit nicht vorgesehen. Technisch wäre es jedoch möglich, aktuelle Preise vor dem Laden anzuzeigen und die Abrechnung direkt über das Fahrzeug abzuwickeln. Der größte Nutzen zeigt sich vor allem dort, wo dauerhaft derselbe Ladevertrag verwendet wird. Besonders für Dienstwagenfahrer, die ihre Ladevorgänge über einen einzigen Anbieter abwickeln, kann Plug and Charge den Aufwand beim Laden reduzieren. Was denkt ihr über Plug and Charge – nutzt ihr es vielleicht schon? Und ist Plug and Charge vielleicht bei der Entscheidung für euer Elektroauto mit eingeflossen? 00:00 Willkommen bei „Unter Strom“ 00:28 Was ist Plug and Charge? 01:30 Voraussetzungen für Plug and Charge 01:57 AC- und DC-Ladesäulen 02:33 Zertifikate und Fahrzeugerkennung 03:13 Laden ohne Freischalten 04:19 Autocharge als Alternative 05:38 Potenziale für die Zukunft 07:54 Bis zum nächsten Mal bei „Unter Strom“ #elektroauto #elektromobilität #eauto #plugandcharge #adac _________________________________________________________________ Besucht uns auf https://adac.de und auf unseren Social-Media-Kanälen: Facebook: https://facebook.com/ADAC/ X: https://twitter.com/adac Instagram: https://instagram.com/adac/ TikTok: https://www.tiktok.com/@adac Pinterest: https://www.pinterest.de/adac_eV/ Soundcloud: https://soundcloud.com/adacaudio Blog: https://www.adac.de/der-adac/blog/ Abonniert auch gerne unseren Newsletter: https://scom.ly/newsletter-abonnieren Jetzt ADAC Mitglied werden! Wir sind da. Mit Hilfe, Rat und Schutz. https://scom.ly/mitglied-werden